Doppelt und dreifach: Die Schweizer Kubbkrone bleibt beim KCW

August 7, 2020

Was für ein Wochenende. Mit Ambitionen angereist – die Erwartungen übertroffen. Zum zweiten Mal in Folge heißt es: der KCW ist Schweizer Meister! Dieses Mal ist es das neuformierte Rojatschi, welches sich die Kubbkrone des Landes aufsetzt. Aber damit nicht genug, denn der Brugger Verein doppelte gleich nach.

 

 

Voller Vorfreude und mit dem Pokal der Schweizer Meisterschaft 2019 im Gepäck reiste der KCW vergangenen Samstag nach Frick zu der 16. SM im Kubb. Ganze sechs Teams reisten aus Brugg an, fünf davon zur "großen" Schweizer Meisterschaft (DRII-M-Team mit Mitch, Ed Waldstrøm, Päcklidienst, Rojatschi und SAD.), eines zur kleinen Schweizer Meisterschaft für Amateurteams und weniger Ambitionierte (LaFamilia). Im großen Cup zeichnete sich ein gemischtes Bild ab: Ed Waldstrøm und Päcklidienst zogen nicht ihren Glanztag ein – sie mussten sich mit dem 19. und 18. Platz begnügen. Auch bei SAD. fehlte ein 2:0-Sieg zur Viertelfinalqualifikation (Rang 14). Die diese Saison frisch gegründete Combo DRII-M-Team aus Meury, Ilja (Maks) und Mitch (Maouhoub) sorgte für ein erstes Highlight vor dem Beginn der KO-Phase: Auf den Punkt genau – auch was den Opponentscore betrifft – teilten sie sich nach sieben Vorrundenspielen den achten und letzten verbleibenden Viertelfinal-Platz mit dem Basler Team Muletti. Die Entscheidung musste also im Shootout fallen. Nach einer schwachen ersten Runde, die wiederum unentschieden ausging, lösten die drei Jungs vom DRII-M-Team das letzte Ticket für die KO-Phase.

Mit Sicherheit in der Runde der besten Acht wusste sich bereits Rojatschi: Den Erwartungen nach dem Turniersieg beim Saisonstarter in Basel (Whiskyboys-Trophy) gerecht werdend, ließen sie sich nicht mehr von den vorderen Plätzen verdrängen und belegten nach der Vorrunde den fünften Platz. Im unteren Cup rettete sich LaFamilia mit einem 1:1 im letzten Spiel gleich noch in die KO-Phase. Und dort begann dann der große Siegeszug: Vom siebenten Platz aus rollten die drei Pfisters das Feld von hinten auf und kämpften sich bis ins Finale in der großen Arena. Dort verwiesen sie das zwar nicht mehr so aktive, aber umso legendärere Öpfelbaum II gleich mit einer 2:0-Packung auf den zweiten Platz und sicherten sich den Titel der erstmals ausgetragenen Kleinen Schweizer Meisterschaft.

Parallel dazu brachte Rojatschi im großen Cup den Mähdrescher zum Laufen und nahm wie bereits SAD. 2019 den steinigen Weg ins Gatter: Im Viertelfinale bodigten Schagg, Röshi und Tschepetto auch das andere Öpfelbaumteam mit 3:1, danach folgte im Halbfinale mit Breitizone gleich der nächste Knaller, den das KCW-Team mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Und so stand das neuformierte Team plötzlich im Finale des wichtigsten Schweizer Turniers des Jahres. Gegenüber: Überraschungsteam des Tages Nonjimm Cuba ohni Libre. Hier konnte Rojatschi mit der Erfahrung punkten und sein Spiel souverän durchziehen. Mit einem weiteren 3:1 schnappten sich die drei Jungs ungefährdet den Titel und verteidigten für den KCW somit erfolgreich die Schweizer Kubbkrone.

 

 

Doch ein SM-Wochenende wäre nichts ohne die am Sonntag folgende Einzelmeisterschaft! Aufgrund der Wiederaufbau-Arbeiten, welche die vom Sturm der Vornacht angerichteten Schäden nötig gemacht hatten, durfte sich die Kubb-Community eine Stunde mehr Schlaf gönnen. Mehr oder weniger erholt reiste der KCW-Trupp morgens also an und schlug unter den Bäumen wieder sein Lager auf. 12 Spielerinnen und Spieler des KCWs machten sich auf ins Einzel-Turnier: Buschi, Fletcher, Schagg, Tschepetto, Nixxen, Röshi, Waabaakiii, Dr. Feelgood, Miss Sophie, El Presidente, Filë und O-Beat. Nach der Vorrunde über neun Spiele reichte es deren drei in die Achtelfinals. Buschi belegte mit 14 Punkten und einem Rekord-Opponentscore von 105 Zählern den ersten Platz, Schagg und Fletcher qualifizierten sich mit dem geteilten neunten Platz ebenfalls für die KO-Phase. Geteilt gibts nicht? Korrekt! Die Plätze wurden noch durch Shootout – in diesem Fall sechs Würfe auf acht Meter – ausgemacht. In diesem ließ Schagg Fletcher keine Chance: Er torpedierte gleich die komplette Base weg.

Während sich Buschi und Schagg gegen Gunner und JJ problemlos durchsetzten, musste sich Fletcher vom zu starken Titelverteidiger Don Fabiano mit 3:0 geschlagen geben. Wie es die KO-Setzung jeweils will, spielt im Viertelfinale der Erstplatzierte gegen den Achtplatzierten. Da Schagg mit JJ den Achtplatzierten eliminiert hatte, hieß es nun also: Buschi gegen Schagg. Diesen Leckerbissen von Kubbbattle wollten sich nicht viele entgehen lassen und so waren die Zuschauendenplätze bereits im ersten Satz bestens besetzt. Was man bei Spitzenduells jeweils zu sagen pflegt, bewahrheitete sich in diesem Spiel vollends: Wer den Finisseur nicht macht, der kassiert ihn selber. Für Schagg brauchte es zum 2:1 einen 8+2er-Finisseur, Buschi musste im vierten gar einen Dreierfinisseur abliefern, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. In extremis – und bereits während des Tiebreaks – realisierte Letzterer dann tatsächlich das Comeback und schaffte gerade noch den Einzug in die Finalarena. Nach Tagen und Nächten der Turniervorbereitung und dem nervenzehrenden Topniveau-Spiel gegen Schagg musste im Halbfinale dann aber auch Buschi die Segel streichen. Im Folgenden lieferten sich sein Gegner Winnie und Beni the Gun ein spektakuläres 5-Satz-Match, welches nach einem 2:0-Comeback von Winnie dann doch noch Beni the Gun für sich entschied. Im kleinen Finale sicherte sich Tatanka gegen Buschi den dritten Platz.

Was für eine Schweizer Meisterschaft, was für ein Erfolg für den KCW! Es ist nach der Whiskyboys-Trophy der zweite Doppelsieg in Folge und nachdem der KCW vergangenes Jahr seinen ersten SM-Titel überhaupt feierte, folgt jetzt also gleich der nächste. Zusätzlich holt sich LaFamilia den Sieg der erstmals ausgetragenen Kleinen SM, gleichzeitig ist es das erste Mal in der Schweizer Kubbgeschichte überhaupt, dass sich drei Geschwister gemeinsam einen Turniertitel schnappen. Zudem qualifiziert sich Buschi zum zweiten Mal in Folge für das Halbfinale der Einzel-SM und Rojatschi ist mit dem Sieg des wichtigsten Turnieres des Jahres klarer Kubbtourleader. Fette Probbz an all unsere Heldinnen und Helden der Schweizer Meisterschaften 2020! Zwar hat die Saison spät begonnen; weniger spannend wird es aber deshalb nicht. Wir freuen uns auf die restliche Kubbtour 2020, driii!!!

 

Mehr Bilder folgen bald auf der Facebook-Seite unserer Kubbfreund*innen des KCUAs.

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   Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!! Drii!!!

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