Eine zwölfstündige Kubbparty zum fünften Geburtstag

September 27, 2019

 

Vergangenen Samstag ging in Brugg mit dem Finisseur 2019 die fünfte Ausgabe unseres Kubbturniers über die Bühne – und wurde zur Geburtsstunde unzähliger unvergesslicher Erinnerungen. Zum ersten Mal fand der Finisseur bei der Realschule Langmatt in Brugg statt. Die Sportanlage erwies sich als das perfekte Turniergelände: Seidenfeiner Kubbrasen, ein perfekt eingepasstes Turniersetting und ein angrenzender Skatepark, der noch zum Schauplatz eines denkwürdigen Spektakels werden sollte. Gut gelaunt und erstaunlich pünktlich standen die rund hundert Teilnehmer*innen also auf der Matte und wurden gleich von KCW-Hausmech Filës Rundum-Upgrade willkommen geheißen: Gemütliche Palettenbänke um die Arena, eine edelste Neukreation von Pokal, der mit einer Brugg das Wahrzeichen Bruggs, natürlich dessen Stadtnamen und gleichzeitig das Wappen repräsentiert. Mit dem zugehörigen Sockel (den die Giuseppe-Jungs übrigens gerne noch abholen dürfen, wenn sie wollen) ist das neue Kunstwerk wohl nicht nur die schönste, sondern mit insgesamt rund 40 Kilogramm Gewicht gleichzeitig auch die schwerste Kubbtrophäe aller Zeiten! Neben diesen neuen Gadgets zierten dank unseren Kubbsetpaten auch glänzend neue, (mit Mäges Worten: normale) Kubbsets den Rasen. So startete der Finisseur 2019 in die Vorrunde im Schochmodus und brachte schon bald altbekannte Szenen hervor.

Nach wenigen Runden tummelten sich auf den vorderen Plätze bereits die (nicht nur) aktuellen Schwergewichte des Schweizer Kubbsports. Besonders die Giusis, die bis anhin diese Saison noch kein einziges Kubbtour-Turnier gewinnen konnten, schienen ihre altbewährte Taktik auf den Kopf gestellt zu haben. Waren sie früher noch bekannt dafür, am Turniermorgen eher mäßig abzuschneiden, um dann in der KO-Phase das Feld von unten aufzurollen, waren sie vergangenen Samstag von Anfang an vorne dabei. Nach sieben Runden Schoch repräsentierte die Rangliste somit wieder einmal bestens die Kubbtourrangliste: Auf den Rängen eins bis vier platzierten sich Öpfelbaum, Breiti, Giuseppe und die Horstcrew, gefolgt von Was kubbst du?, Ed Waldstrøm, SAD. und Chakkala. Lediglich Tent it Up fehlte auf den vorderen Plätzen. Das sollte aber nicht den Todesstoß bedeuten, wurde doch das Teilnehmerfeld nach der Vorrunde für einmal nicht gleich auf die besten acht reduziert. 24 Teams qualifizierten sich für die KO-Runde, während die ersten acht den Vorteil eines Doppel-Kos genossen. Auf den Grenzrängen spielte sich hierbei noch ein weiteres Spektakel ab: Die Teams «Drive by Shooters» und «Unterholz&Karate» platzierten sich punktgleich und sogar buchholzwertgleich auf dem Rang 24, weshalb ein Shoot Out her musste. Somit stand das erste Duell in der Arena an. Im frischgeborenen Tenedo Finisher, welcher auch in der Vorrunde zum Einsatz kam und sich seit seiner Geburtsstunde am Tenedo Kubb hoher Beliebtheit erfreut, kämpften die beiden Teams um den Einzug in den Finisseur, während sich der Verlierer mit einer Qualifikation für den Kuwa Cup zufrieden geben musste. Die Drivies eröffneten mit einem ersten Treffer auf der Base – und wurden dann vom frischgebackenen Turniersieger beim Verena Cup am Tenedo Kubb doch noch überrollt. Somit waren die Startplätze vergeben und gestärkt vom leckeren Festgrill.ch-Gulasch begann die ganz heiße Phase.

In der oberen Tableauhälfte des Finisseurs duellierten sich die Teams um die zwei direkten Halbfinaleinzüge. Während sich da in der Endrunde die Horstcrew und Giuseppe gegenüberstanden, schien sich in der unteren Tableauhälfte eine Art Pflichtprogramm abzuwickeln. Die Favoriten setzten sich durch, namhaft sind vielleicht zwei Viertelfinaleinzüge: Erstens der Sieg von Jackyletti gegen Was kubbst du? im Achtelfinale (nicht unbedingt überraschend, aber doch entgegen der Vorrundenplatzierung) und der 1/5-Finalsieg von Ed Waldstrøm gegen SAD.: Nicht unbedingt überraschend, auch nicht gegen die Vorrundenplatzierung, aber immerhin gegen das Kubbtourranking und nach zwei vergebenen Sureshots von SAD. im Entscheidungssatz. Doch das sollte nur der Anfang der drei Ed-Girls sein: Im Viertelfinale packten sie dann alles aus und eliminierten kurzerhand die Favoriten von Öpfelbaum – erstmals nach einigen Turnieren wieder in Originalbesetzung – aus dem Turnier. Im anderen Tableauviertel wäre besonders Tent it Up zu erwähnen. Die Badener bestätigten ihre Endsaison-Hochform und rangen nach Breitizone auch noch Chakkala nieder.

 

 

Nachdem die Horstcrew im Finale der Siegerrunde Giuseppe besiegte, durften die Oltner ihren Halbfinalgegner wählen und als Belohnung gegen diesen mit gleich drei Würfen das Spiel starten. Nicht nur das wurde dem auserwählten Gegner Ed Waldstrøm zum Verhängnis: Der Königsfluch hielt auch hier Einzug und nach vergebenen Sureshots der drei Girls zog die Horstcrew ins Finale ein. Da wartete dann ein bekannter Gegner: Giuseppe setzte sich gegen Tent it Up durch und somit kam es im Finale zur Wiederholung der Siegerrundenpartie. Doch die endgültige Entscheidung sollte noch warten. Da war nämlich noch ein Sideevent, dessen Sieger nun erkoren werden musste: Die Iron-Kubb-Challenge 2019! In der dritten Runde des Metallkubbs setzten sich im Achtmeter-Stechen Dare und Fäbu von der Horstcrew und Kai von den Kubbanern durch. Letzterer schaffte den Finaleinzug mit einem Totaleinsatz von lediglich vier (!) Franken, konnte im Optimalfall also einen Reingewinn von rund 240 Franken kassieren, im Pot lagen satte 480 Franken! Für das Ironkubb-Finale versammelte sich die Kubbschar um und auf besagtem Skatepark, in welchem sich die drei Finalisten im Real-Life-Mario-Kart-Race maßen. Auf die Plätze, fertig, los! Nur wenige Meter nach der Startlinie schien das Rennen schon entschieden: Peach und Mario kollidierten und landeten auf dem Autodach (was wollten die beiden so nahe beieinander…?), Fäbus Joshi zog derweil davon. Doch eine Irrfahrt des Leaders machte das Ganze noch einmal spannend und so gewann Fäbu den Pot nur knapp vor Kai und Dare.

Auf dem Kubbfeld duellierte sich im Anschluss DAS KCW-Team des Tages: Die drei Girls von Ed Waldstrøm spielten gegen Tent it Up 1 das Spiel um Platz drei und besiegelten einen sackstarken Tag mit der bronzenen Medaille. Im Entscheidungssatz zeigten die drei nochmals ihr ganzes Können und nach Püs kurzer Zauber-Doublette im Entscheidungssatz war der erste gemeinsame Kubbtour-Podestplatz gesichert. So versammelte sich die Kubbmeute um die wortwörtlich im Spotlight stehende Arena, wo Giuseppe gegen die Horstcrew antrat. Auch im Finale schlich sich ein vor allem der Horstcrew altbekannter Erzfeind ein: der Sureshot. Nachdem die Horstis im Halbfinale noch davon profitierten, wurden sie jetzt selber Opfer des vermaledeiten (vermeintlich) letzten Wurfes. Giuseppe nutzte die Gelegenheit und schnappte sich den ersten Turniersieg des Jahres – aber nicht der Karriere, denn dort feiern die drei KCUA-Jungs ein kleines Jubiläum: Bereits 15 goldene und insgesamt 35 (!) Medaillen gewannen die im ewigen Medaillenspiegel auf Platz 3 Situierten in ihrer Karriere auf der Kubbtour. Gratulation diggys! Dass ausgerechnet den Oltnern der Königswurf zum Verhängnis wurde, ist besonders bitter. Schon vor Jahren sprachen die Vogelfreunde vom «Königsfluch». Sie begannen darauf, täglich Sureshots zu trainieren, um das Selbstvertrauen wieder zu erlangen – und wurden kurzum Kubbtoursieger. Vielleicht war es auch genau diese Sicherheit, die nach der letzt- und einjährigen Horstpause in dem laufenden Jahr etwas fehlte.

 

 

Die Ränge waren ausgespielt, der Pot ausgeschüttet, die große Siegerehrung stand auf dem Programm und mit ihr die Vergabe eines neuen Preises: Der KCW-Ehrenaward für den Fluffybooster des Tages! Noch nie war ein Preis derart verdient und Dr. Züst schnappte sich das wunderschöne neonorange KCW-Leadershirt mit großem Vorsprung. Auf wen ist nicht ganz klar – zu krass hatte er sich im Race von seinen Verfolgern abgesetzt, die Konkurrenz weit von der magischen Grenze entfernt. In würdevoller Manier wurde dem Gönner das Preisshirt übergezogen.

Nächster Programmpunkt: Kuwa Cup. Nach der überraschenden Niederlage im Shoot Out um Platz 24 starteten die Drive by Shooters als haushoher Favorit ins Rennen und wurden ihrer Rolle gerecht: Vor den zwei lokalen Teams gnaG eid und La Famiglia holten sich die Mellinger eine Woche vor der Premiere ihres Heimturniers den Sieg des Kuwa Cups. Mit der Siegerehrung der Finisseur-Helden stand der ehrenvollste und gleichzeitig dramatischste Moment des Tages an. Nach rund zwölf Stunden Turnierbetrieb vertrat Hennessy-Booster unter lautstarkem Jubel sein Tent-Team alleine und wurde tüchtig für seinen vierten Platz gefeiert. Auch die Edis und die zweitplatzierten Horstis wurden frenetisch auf dem feuerumwobenen Podest begrüßt. Als dann die Giusis als Turniersieger das oberste Treppchen bestiegen, gab es in mehrerer Hinsicht kein Halten mehr: Feuerwerkskörper entzündeten sich wie von Zauberhand in GJs Fingern, DJ Chaque brachte die Boxen zum Dröhnen und der bleischwere Pokal verlor seinen Halt auf dem Sockel und stürzte kurzerhand in waldstrøm’sche Richtung. Während sich Rebi mit einem Sprung nach vorne retten konnte,  zerschmetterte Brugg den Siegerwein in Sophies Hand und schrammte daraufhin eine ordentliche Wunde in ihr Bein. Ausgejubelt! Während die Verletzte ordentlich umsorgt und zeitnah zur Nähübung ins Krankenhaus gefahren wurde, verstummte der Jubel auf der Langmatt allmählich und mit der guten Nachricht, dass es sich «lediglich» um eine Fleischwunde handelt, lauschte das Partyvolk noch einige Minuten der Musik, bevor sich Dunkelheit und Stille über das Turniergelände legte.

Trotz dem kleinen Zwischenfall finden wir: Eine absolut gelungene fünfte Ausgabe des Finisseurs! Vielen, vielen Dank an alle, die zum Turnier und seinem Gelingen beigetragen haben. Ihr seid die Besten! Auf eine ausführliche Danksagung sei hier verzichtet – ihr findet sie auf unserer Facebookseite und auf unserer Website unter dem Reiter "De Finisseur". Bis zum nächsten Mal! 💙

 

 

 

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